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Zentrum für Hochschullehre (ZHL)

Hochschuldidaktische Weiterbildung für alle Lehrenden der Universität Bayreuth

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KI-Tutorien Bayern

KI-Tutorien Bayern

Studierende und Lehrende entwickeln im Tandem konkrete KI-Einsätze für die Lehre, an 31 bayerischen Hochschulen.

Ob Absolventinnen und Absolventen KI mit Urteilskraft einsetzen oder nur von ihr abhängig sind, entscheidet sich in der Hochschullehre. Das Programm „KI-Tutorien Bayern" des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst setzt deshalb bei Lehrenden und Studierenden gleichzeitig an: In 89 Tandems arbeiten jeweils eine Lehrperson und eine studentische KI-Tutorin oder ein KI-Tutor ein Jahr lang an einem Lehr-Lern-Szenario für eine echte Lehrveranstaltung.

Die Studierenden werden zu KI-Tutorinnen und -Tutoren ausgebildet und bringen Praxis mit den Werkzeugen und die Perspektive der Lernenden mit. Die Lehrenden bringen Fachinhalte, didaktisches Gespür und das Wissen um Lernhürden ein. Leitgedanke aller Projekte: Erst das Lernziel, nie das Werkzeug.

Projekte, Termine und Kontakt: ki-tutorien.bayern

Das Programm auf einen Blick

Tandems aus Lehrenden und Studierenden
89 Tandems aus je einer Lehrperson und einer studentischen KI-Tutorin oder einem KI-Tutor an 31 Hochschulen: 11 Universitäten, 15 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und 5 Kunst-, Musik- und Filmhochschulen. 65 Tandems werden zentral gefördert, 24 finanzieren die Hochschulen aus Eigenmitteln.

Ausbildung und Begleitung
Onboarding-Kurs in Moodle, zwei Kick-off-Wochenenden, eine eigene Chat-Plattform mit lokal gehosteten Modellen und regelmäßige Austauschrunden. Die Koordination begleitet alle Tandems über die gesamte Laufzeit.

Übertragbare Ergebnisse
Jedes Tandem erprobt seinen KI-Einsatz im Sommersemester 2027 in einer Lehrveranstaltung, wertet ihn aus und dokumentiert ihn. Daraus entsteht bis Ende 2027 ein Playbook mit mindestens 50 Bausteinen für die Lehre an bayerischen Hochschulen.

Wer ist beteiligt?Einklappen

Die Antragsphase ist abgeschlossen. Beteiligt sind 31 staatliche Hochschulen an 22 Orten, von Aschaffenburg bis Passau und von Hof bis Kempten: Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technische Hochschulen sowie Kunst-, Musik- und Filmhochschulen.

Lehrende definieren Lernziel und Zielgruppe ihres Projekts und arbeiten im Wintersemester 2026/27 wöchentlich mit ihrer Tutorin oder ihrem Tutor am Entwurf des KI-Einsatzes.

Studentische KI-Tutorinnen und -Tutoren sind ab 1. Oktober 2026 an ihrer Hochschule angestellt, durchlaufen Onboarding-Kurs und Kick-off und bringen die Perspektive der Lernenden sowie Praxis mit den Werkzeugen ein.

Studierende in den Lehrveranstaltungen profitieren im Sommersemester 2027 von didaktisch durchdachten KI-Einsätzen. Wer sich für Ergebnisse und Termine interessiert, findet alles Aktuelle unter ki-tutorien.bayern.

ZeitplanEinklappen
Mai 2026Programmstart, Aufbau der Koordination, Ausschreibung an die Hochschulen
Sommer 2026Auswahl der Tandems; Lehrende definieren Lernziel und Zielgruppe ihres Projekts
1. Oktober 2026Start der Tutorien, Onboarding-Kurs öffnet
23.–25. Oktober 2026Kick-off in Bamberg: Workshops zu KI, Didaktik und Ethik, Vernetzung
13.–15. November 2026Kick-off in Eichstätt (zweiter Durchgang)
Wintersemester 2026/27Wöchentliche Zusammenarbeit im Tandem, Projektsteckbriefe, regionale Hochschultreffen
Sommersemester 2027Erprobung in der Lehrveranstaltung, Auswertung, Abschlussveranstaltung
bis Dezember 2027Dokumentation und Playbook mit mindestens 50 Bausteinen
Hintergrund und AnsatzEinklappen

KI-Tutorien Bayern baut auf der ersten Förderrunde 2023/24 auf, die von ProLehre an der TU München koordiniert wurde und rund 50 Tutorinnen und Tutoren umfasste. Die zweite Runde weitet das Prinzip auf alle Hochschularten aus und verschiebt den Schwerpunkt vom Werkzeug zum Lernziel.

Jedes Projekt beginnt bei der Kompetenz, die durch unreflektierte KI-Nutzung gefährdet ist, und erst danach bei der Technik. Gefragt sind dialogische, fehlertolerante Szenarien statt Antwortmaschinen: KI als Gegenspieler beim Prüfungsdesign, Studierende, die ihren Lehrenden strukturiert Feedback zur KI-Nutzung geben, selbst entwickelte Tutorsysteme auf lokalen Modellen, KI-Lotsen für Grundlagenmodule oder Fehleranalyse als Übung.

Die Ausbildung der Tutorinnen und Tutoren verbindet einen asynchronen Onboarding-Kurs zu KI-Grundlagen, Didaktik, Ethik und Projektplanung mit zwei Präsenzwochenenden. Für praktische Übungen steht eine eigene Chat-Plattform mit offenen Modellen auf dem Rechencluster NHR@FAU bereit, datenschutzkonform und ohne Weitergabe an externe Anbieter. Der Programm-Chatbot KAI beantwortet Fragen zum Programm und unterstützt bei der Reflexion der eigenen Lehre.

Projektdaten

„KI-Tutorien Bayern – Reflektierte KI-Nutzung in Studium und Lehre an bayerischen Hochschulen"
Laufzeit: Mai 2026 bis Dezember 2027
Förderung: 600.000 EUR, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Umfang: 89 Tandems an 31 Hochschulen (65 zentral gefördert, 24 aus Eigenmitteln der Hochschulen)
Koordination: Universität Bayreuth (Zentrum für Hochschullehre) und BayZIEL, Bayerisches Zentrum für Innovative Lehre
Advisory Board: Universität Bayern e.V., Hochschule Bayern e.V., Kunsthochschule Bayern
Technischer Partner: NHR@FAU (Chat-Plattform und KI-Modelle)

Kontakt

Jonas Glaser
Universität Bayreuth – Zentrum für Hochschullehre
Jana Bay
BayZIEL – Bayerisches Zentrum für Innovative Lehre
E-Mail: kontakt@ki-tutorien.bayern
Web: ki-tutorien.bayern


Verantwortlich für die Redaktion: Jonas Glaser

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